Wiesn-Kulinarik (1): Ochsensemmel

Mit nur zwei Schlägen hat OB Ude gestern – drei Minuten vor 12 Uhr (ooppss!) – die Wiesn eröffnet. Pünktlich zur Eröffnung brannte dann auch die Sonne auf die Theresienwiese, so dass wieder die ganze Welt denkt, in München hat es sowieso das ganze Jahr 30 Grad (= Broadcast Weather, tritt meist zur Wiesn oder WM im eigenen Land auf). Wir haben uns jedenfalls riesig über den tollen Spätsommertag gefreut, denn so ließen sich Dirndl ohne nervige Strumpfhosen und Lederhosn ohne kratzigen Winterjanker tragen.

Wiesn Tag 1: Ochsensemmel

Klar, dass wir an Tag 1 sofort mit unserem Wiesn-Testessen loslegten. Die Entscheidung fiel auf die legendäre Ochsensemmel in der Kalbs-Kuchl. Bis jetzt hat uns die Oktoberfest-Ochsensemmel immer hervorragend geschmeckt, denn der Ochse ist frisch, das Gemüse knackig und die Spezialsoße ist spezial. Dieses Jahr waren wir irgendwie enttäuscht. Allerdings weniger vom Geschmack als viel mehr vom Preis: Die Ochsensemmel kostet inzwischen 6,50 Euro – für eine kleine Fleischsemmel einfach zu viel. Der Peis ist somit die letzten Jahre kontinuierlich angestiegen: Wir erinnern uns noch an Zeiten, als die Semmel 5 Euro gekostet hat. Schon klar, dass die Wiesn kein billiges Vergnügen ist, aber ein halbes Hendl bekommt man überall für ca. 10 Euro. Dagegen kann die teure Ochsensemmel einpacken. Schade, denn lecker ist sie schon.

Advertisements